Rechner Übersicht Thesaurierend vs. Ausschüttend

ETF Steuer-Duell

Thesaurierend oder Ausschüttend? Simuliere die exakten Endwerte nach Steuern inkl. Vorabpauschale und Sparerpauschbetrag.

1. Deine Anlage

2. ETF & Steuerdaten

Die restlichen % sind reines Kurswachstum.

Single: max. 1000 €, Verheiratet: max. 2000 €.

%

Vom BMF festgelegt. 2024 lag er bei ca. 2,55%.

Ausschüttungen reinvestieren?
Legt die Netto-Dividende automatisch wieder in den ETF an (fairer Vergleich).

Der Sieger nach Steuern

Vorsprung:
Thesaurierend
Netto Endwert
Gezahlte Steuern
Investiert
Ausschüttend
Gezahlte Steuern
Investiert

Das Steuer-Mysterium erklärt

Lange Zeit galt: Wer einen geringen Freibetrag (z.B. 1.000 €) hat, sollte zuerst in ausschüttende ETFs investieren, um diesen Freibetrag jedes Jahr steuerfrei auszuschöpfen. Wer den Freibetrag voll hat, wechselt zum Thesaurierer. Aber stimmt das noch?

Die Macht der Steuerstundung (Thesaurierer) Ein Thesaurierer behält Gewinne intern und investiert sie sofort wieder. Du zahlst (bis auf die geringe Vorabpauschale) jahrelang keine Steuern. Das Geld, das eigentlich ans Finanzamt fließen würde, arbeitet stattdessen weiter für dich und erwirtschaftet Zinseszins. Erst ganz am Ende beim Verkauf schlägt der Staat zu.
Die Vorabpauschale als Spielverderber? Seit der Investmentsteuerreform gibt es die Vorabpauschale, die auch Thesaurierer zwingt, jährlich einen fiktiven Gewinn zu versteuern. Das schmälert den Steuerstundungseffekt. Dennoch zeigt die Mathematik meist: Bei langen Laufzeiten und viel Kapital gewinnt der Thesaurierer trotz Vorabpauschale fast immer.

Häufige Fragen (FAQ)

Wir gehen in dieser Simulation von einem Aktien-ETF aus (Aktienquote > 50%). Für solche Fonds gewährt der deutsche Staat eine Teilfreistellung von 30%. Das bedeutet, dass 30% aller Erträge komplett steuerfrei bleiben und nur 70% der Gewinne (und Dividenden) mit der Abgeltungsteuer belegt werden. Der Rechner macht das vollautomatisch im Hintergrund.
Ja. Die Logik prüft jedes Jahr, wie viel Freibetrag (z.B. 1000 €) noch übrig ist. Sowohl die Ausschüttungen als auch die Vorabpauschale "fressen" diesen Freibetrag zuerst auf, bevor Steuern fällig werden. Am Ende der Laufzeit (beim Verkauf) wird der Freibetrag des letzten Jahres ebenfalls berücksichtigt.

Anleitung: Wer gewinnt das Duell?

1. Anlage-Basis definieren

Lege fest, wie viel Startkapital und monatliche Sparrate du investieren möchtest. Je länger die Laufzeit, desto mächtiger wird der Steuerstundungseffekt.

2. Die ETF-Parameter

Ein klassischer Welt-ETF erzielt historisch etwa 7 % Gesamtrendite. Davon sind ca. 2 % Ausschüttungen (Dividenden). Wenn du einen "Dividenden-ETF" simulieren willst, kannst du die Ausschüttungsrendite auf z.B. 4 % setzen.

3. Den Freibetrag nicht vergessen

Hast du noch weitere Zinseinkünfte? Wenn ja, trage hier nur den *restlichen* verfügbaren Sparerpauschbetrag ein, der dem ETF-Portfolio zur Verfügung steht.

4. Der Reinvest-Schalter

Ein fairer Vergleich klappt nur, wenn die Option "Ausschüttungen reinvestieren" aktiv ist. Schaltest du sie aus, fließen die Dividenden des Ausschütters "ins Nirgendwo" (bzw. auf dein Girokonto und werden verkonsumiert). In diesem Fall gewinnt der Thesaurierer logischerweise meilenweit.

5. Das finale Netto-Vermögen vergleichen

Der Rechner simuliert am Ende der Laufzeit einen kompletten Verkauf beider Depots. Die Steuern auf die Kursgewinne werden abgezogen. Der angezeigte "Netto Endwert" ist das echte, blanke Geld, das nach dem Kontakt mit dem Finanzamt auf deinem Bankkonto liegt.