Kaufen oder Mieten?
Das große Mathematik-Duell. Ist das Haus auf Kredit ein sicherer Hafen, oder ist der Mieter mit MSCI-World ETF über 30 Jahre am Ende weitaus reicher?
Szenario A: Hauskauf
Ohne genug Eigenkapital zahlst du sehr viel mehr Zinsen. (Mindestens die ca. 10% Kaufnebenkosten sollten hiervon gedeckt sein).
Szenario B: Mieten & Sparen
Miete der identischen Immobilie (Ohne Neben-/Heizkosten), steigt jährlich mit Inflation (2%).
Historischer Durchschnitt Welt-Aktien (MSCI World) = ca. 7.0 - 8.0 %
Wie der Test läuft:
Das Haus erzeugt eine monatliche finanzielle Rate an die Bank plus ca. 1% Instandhaltungs-Rücklagen. Wir nehmen diesen hohen Wert und legen ihn auch für den Mieter fest! Der Mieter zahlt also seine Kaltmiete, und den gigantischen Restbetrag steckt er konsequent als Sparplan in den ETF (Zusätzlich zu seinem Start-Eigenkapital). Beide haben also 30 Jahre lang exakt die gleiche, harte monatliche finanzielle Belastung. Wer am Ende ein höheres Nettovermögen besitzt, ist der Sieger!
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Die Wahrheit über "Betongold"
Oft heißt es: "Miete ist rausgeschmissenes Geld". Doch das ist ein Trugschluss. Auch beim Hauskauf wirfst du tausende Euro aus dem Fenster – für Kreditzinsen, Notare, Makler, Steuern und Instandhaltung. Kosten, die dein Netto-Vermögen am Ende nicht um einen Cent steigern.
Anleitung: So liest du das "Mieten vs. Kaufen" Duell
1. Immobilien-Parameter fixieren
Definiere das Haus, um das es geht: Wie hoch ist der reine Kaufpreis? Wichtig: Um die bittere Realität abzubilden, schlägt der Rechner hier im Hintergrund automatisch noch einmal 10% Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler) obendrauf! Trage passend dazu dein verfügbares Eigenkapital ein. Hast du zu wenig, wird der ausstehende Bankkredit riesig!
2. Miet-Äquivalent bestimmen
Was würde exakt dasselbe Haus (oder eine vergleichbare Wohnung) kosten, wenn du sie nur mieten würdest? Trage unter "Kaltmiete" den monatlichen Betrag ein. Nebenkosten (Heizung, Wasser) werden in beiden Szenarien ohnehin fällig und sind daher ausgeklammert.
3. Die unsichtbare "Hausgeld"-Falle
Der Käufer zahlt jeden Monat eine enorm hohe Rate an die Bank zur Tilgung seines Kredits. Doch damit nicht genug! Der Rechner berechnet knallhart 1% des Hauswertes als jährliche Instandhaltungsrücklage/Hausgeld mit ein, denn das neue Dach oder die defekte Heizung muss der Käufer selbst zahlen (der Mieter nicht!).
4. Die Genialität des Mieter-Szenarios
Warum gewinnt oft der Mieter? Der Käufer verpulvert jeden Monat eine gigantische Summe X (Bankrate + Hausgeld). Der Rechner leiht sich nun genau dieses Budget X und sagt:
"Der Mieter zahlt jeden Monat seine vergleichsweise günstige Kaltmiete. Den gewaltigen Restbetrag bis zur Haus-Maximalbelastung X wirft er aber nicht aus dem Fenster, sondern investiert ihn stur pünktlich als extrem hohe Sparrate in einen ETF."
5. Showdown nach 30 Jahren
Nach exakt 30 Jahren ist das Haus vollständig abbezahlt. Der Rechner stoppt das Rennen. Er nimmt nun den komplett entschuldeten Hausbesitzer mit dem Wert seiner abbezahlten Immobilie, und wirft ihn in den Ring gegen den Mieter, der sein angesammeltes Zinseszins-Vermögen aus dem Aktiendepot zieht. Blicke auf das Chart – wer hat langfristig das höhere Nettovermögen aufgebaut?