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Kirchensteuer- Opportunitätskosten

Was kostet dich deine Mitgliedschaft wirklich? Berechne das entgangene Vermögen, das du mit dem gleichen Geld ausbauen könntest.

Die Illusion der kleinen Beträge

Oft schaut man auf den Gehaltszettel, sieht dort „40 € Kirchensteuer“ und hakt das als kleinen, vernachlässigbaren Posten ab. In Wirklichkeit verbirgt sich hier einer der destruktivsten Faktoren für deinen langfristigen Vermögensaufbau.

Die 8-9% Regel verstehen Du zahlst in Deutschland nicht 8% oder 9% deines Bruttogehalts, sondern **8% bzw. 9% deiner Einkommensteuer**. Verdienst du mehr und fällst in die Steuerprogression, explodiert auch proportional die Abgabe an die Kirche. Eine Gehaltserhöhung ist damit auch direkt eine Erhöhung deines Kirchenbeitrags.
Die Zinseszins-Katastrophe Vielen ist bewusst, dass 40 € über 35 Jahre summiert "nur" knapp 17.000 € entsprechen, die man gespendet hat. Der **wahre Verlust** entsteht jedoch dadurch, dass dieses Geld in der marktwirtschaftlichen Maschine (im Aktienmarkt) fehlt. Die entgangenen 17.000 € hätten sich am Kapitalmarkt oft verzwei-, oder verdreifacht!
Disclaimer: Steuerliche Absetzbarkeit

Um die Dramatik rein auf die Kapitalmarkt-Sichtweise zu lenken, ist dieses Modell puristisch aufgebaut. In der echten Welt kann Kirchensteuer bei der Steuererklärung als *Sonderausgabe* abgesetzt werden. Dadurch sinkt dein zu versteuerndes Einkommen leicht, sodass du am Ende des Jahres etwas Einkommensteuer zurückerhältst. Der echte "Verlust" ist dadurch ca. 10-20 % geringer als hier extrem berechnet – bleibt auf die Lebenszeit gesehen aber immer noch gigantisch.