Arbeitslosengeld Rechner
Berechne deine voraussichtliche Bezugshöhe (ALG I) und deine exakte Anspruchsdauer für 2026. Berücksichtigt Steuerklassen, Kinderfreibeträge und Altersstaffelung.
1. Letztes Gehalt & Steuern
2. Anspruchsdauer ermitteln
Ab 50 Jahren gibt es stufenweise längere Bezugszeiten (bis zu 24 Monate).
Dein ALG I Anspruch
Auszahlung pro Monat:
Aufschlüsselung & Simulation
Das Sicherheitsnetz ALG I
Arbeitslosengeld I ist keine Sozialleistung, sondern eine Versicherungsleistung. Du hast durch deine monatlichen Abzüge vom Bruttogehalt in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Daher richtet sich die Höhe der Auszahlung direkt nach deinem vorherigen Einkommen – und nicht nach deiner Bedürftigkeit.
Anleitung: Die ungeschriebenen Regeln der Arbeitslosigkeit
1. Der Steuerklassen-Trick (und warum er oft zu spät kommt)
Dein Arbeitslosengeld basiert auf der Steuerklasse, die zu Beginn des Jahres der Arbeitslosigkeit für dich galt. Ein hastiger Wechsel in die lukrativere Steuerklasse III *nach* der Kündigung bringt in den meisten Fällen nichts. Der Staat hat hier bewusst einen Riegel vorgeschoben, um Gestaltungsmissbrauch zu verhindern. Du musst solche strategischen Wechsel planen, *bevor* die Wolken am Horizont auftauchen.
2. Die bittere Pille der Einkommenslücke (60 % Schock)
Arbeitslosengeld lindert den Fall, fängt ihn aber nicht komplett auf. Ein Drop von 100% auf 60% (bzw. 67%) deines Nettogehalts bedeutet für die meisten Haushalte, dass sie an ihre Ersparnisse müssen, um Miete und laufende Kredite zu bedienen. **Finanz-Coaching-Tipp:** Dies ist der exakte Grund, warum ein Notgroschen von 3-6 Monatsausgaben absolut kritisch für dein echtes Wealth Building ist. Er schützt dich davor, in der Not teure Dispokredite nutzen zu müssen.
3. Vorsicht bei Eigenkündigung (Sperrzeit-Falle)
Wenn du deinen Job selbst kündigst, ohne dass dir ein unzumutbarer Grund (z.B. nachgewiesenes Mobbing, Umzug zum Ehepartner) vorlag, verhängt die Arbeitsagentur knallhart eine Sperrzeit von bis zu 12 Wochen. In dieser Zeit fließt **kein Cent** ALG I. Schlimmer noch: Diese Sperrzeit verkürzt deine gesamte maximale Anspruchsdauer!
4. Die Illusion der Beitragsbemessungsgrenze
Verdienst du sehr gut (z.B. über 7.550 € im Monat), zahlst du nicht auf dein gesamtes Gehalt Arbeitslosenversicherung, sondern nur bis zur sogenannten Beitragsbemessungsgrenze. Die logische, aber oft übersehene Konsequenz: Auch dein Arbeitslosengeld ist gedeckelt! Top-Verdiener fallen bei Arbeitslosigkeit prozentual also viel tiefer als 60% ihres tatsächlichen Nettoeinkommens.
5. Inflation und Opportunitätskosten bedenken
Während deiner Arbeitslosigkeit stagniert in der Regel deine Fähigkeit, in ETFs oder Aktienmärkte zu investieren. Der Zinseszins arbeitet in dieser Zeit nicht für dich. Jeder Monat der Arbeitslosigkeit kostet dich nicht nur das fehlende Gehalt heute, sondern auch die **Rendite der Investitionen, die du in Zukunft nicht tätigen konntest**. Ein schneller, wenn auch vielleicht nicht perfekter Wiedereinstieg ist finanziell langfristig meist die mächtigere Entscheidung.